Akupunktur / TCM & YNSA

Akupunktur / TCM & YNSA

Die Traditionelle Chinesische Medizin beinhaltet unter anderem die Akupunktur, eine Jahrtausende alte chinesische Heilkunst. Werden in die Akupunkturpunkte der Meridiane, in denen die Lebensenergie fließt, die Nadeln eingebracht, beginnt die heilende Wirkung. Weitere wichtige Anwendungsgebiete sind die Moxibustion, als neuere Methode die nahezu schmerzlose Laserakupunktur.

 

 

 

Akupunktur

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) umfasst – neben Diätetik, Phytotherapie und Moxatherapie – vor allem die Akupunktur, eine Jahrtausende alte chinesische Heilkunst. Altchinesische Zeichnungen zeigen Menschen mit 14 Linien, so genannten Meridianen. In diesen Meridianen fließt Qi, die Lebensenergie. Qi tritt an vielen hundert Punkten an die Körperoberfläche. Werden in diese Akupunkturpunkte die Nadeln eingebracht, beginnt die schmerzlindernde und heilende Wirkung, wobei u.a. die verschiedenen Arten des Setzens der Nadeln die unterschiedlichen Effekte an den einzelnen Punkten bewirken.

Die Wirkung wird von Wissenschaftlern mit der Freisetzung chemischer Überträgersubstanzen erklärt, den so genannten Neurotransmittern. Der Nadelstich setzt im Gewebe u.a. Histamin, Bradykinin, Prostaglandin E2, Substanz P frei, erkennbar an der die Nadel umgebenden Rötung der Haut. Dadurch gelangen elektrische Impulse über zuleitende Nervenfasern zum Rückenmark, was zu einer Hemmung der elektrischen Erregbarkeit von Neuronen führt. Der Schmerzreiz gelangt nicht mehr in voller Ausprägung bis zum Großhirn und wird vermindert oder nicht mehr wahrgenommen. Die Hemmung der Hinterhornneurone wird durch die Neurotransmitter (chemische Überträgersubstanzen zwischen den einzelnen Nervenzellen) Enkephalin und Dynorphin bewirkt.
Das Auslösen der Neurotransmitter-Kaskaden bewirkt demnach die Modulation der Schmerzzentren in Rückenmark und Gehirn und die Stimulierung des Immunsystems. Die Langzeitwirkung der Akupunktur führt man auf die Wirkung von Endorphinen, die vorwiegend im Hypothalamus des Zwischenhirns freigesetzt werden, zurück. Diese wirken Morphin-ähnlich.
Versuche dazu wurden 1972 in China von Professor Zhang, Professor B. Pomeranz in Kanada, und einer Forschergruppe um Professor Sjölund in Schweden durchgeführt, die bei an Rückenschmerzen leidenden Patienten nach Akupunkturstimulation besonders hohe Konzentrationen des b-Endorphins in der Rückenmarksflüssigkeit nachweisen konnten.
Ein weiterer Forscher, Professor Meyer, bestätigte indirekt die wichtige Rolle des b-Endorphins für die analgetische Wirkung der Akupunktur. Endorphine wirken schmerzlindernd, beruhigend, euphorisierend und das Immunsystem stimulierend. Der Botenstoff Serotonin, der vielfältige Wirkungen am Nervensystem entfaltet, wurde nach Akupunkturtherapie in deutlich erhöhten Konzentrationen im zentralen Nervensystem gemessen. Zur Langzeitwirkung einer Serie von Akupunkturbehandlungen wird derzeit u.a. untersucht, ob die Akupunktur im zentralen Nervensystem bestimmte Kooperationsmuster Schmerz verarbeitender Nervenzellverbände, sog. Engramme bewirkt (Keidel et al), oder einen länger anhaltenden Anstieg von Endorphinen verursacht (Han Jisheng et al).

YNSA

Yamamoto Neue Schädelakupunktur (Yamamoto New Scalp Acupuncture -YNSA) und Chinesische Schädelakupunktur   YNSA und Chinesische Schädelakupunktur sind insbesondere geeignet, um neurologische Erkrankungen und Schmerzerkrankungen zu behandeln. Die Stimulation der Zonen erfolgt mit feinen Akupunkturnadeln, Dauernadeln oder mit Laser. YNSA und Chinesische Schädelakupunktur werden einzeln oder in Verbindung mit anderen Akupunkturverfahren und ganzheitlichen Therapieansätzen angewendet. Indikationsliste • Akute und Chronische Schmerzen jeder Form • Schmerzen des Bewegungsapparates • Postoperative Verbesserung der Mobilisation • Mobilisierung von Blockaden des Bewegunsapparates • Nervenschmerzen • Funktionelle Erkrankungen • Neurologische Erkrankungen • Schlaganfall • Fazialisparese • Spastik • Geburtsschäden • Enwicklungsstörungen von Kindern

Yamamoto New Scalp Acupuncture und Chinesische Schädelakupunktur  sind prinzipiell unterschiedliche Therapieformen. Der Arzt setzt sie je nach Erforderlichkeit, Erfahrung, Diagnose und Zustand der Patienten ein. Beide Verfahren stimulieren die so genannte Neuroplastizität. Darunter versteht man die Fähigkeit des Gehirns, während des gesamten Lebens umzulernen. Gesunde Areale des Gehirns übernehmen Ersatzfunktionen für ausgefallene Areale (z.B. die Bewegung einer Extremität).

http://www.ynsa.info/index.html

http://www.ynsa.net/Deutsche_Version/deutsche_version.html

Diagnostik in der TCM

Mit der Chinesischen Diagnostik kann sich der erfahrene Arzt ein Bild vom energetischen Muster des Patienten machen. Nach der gründlichen Befragung und kompletten internistischen und neurologischen Untersuchung schließt sich die Zungen- und Pulsdiagnostik an. Als Mitglied der Forschungsgruppe Akupunktur verwenden wir den von der Forschungsgruppe entwickelten Patienten-Diagnostik-Bogen.

Behandlungsmethoden neben der Akupunktur in der TCM

  • Therapie mit Schröpfgläsern:

Schröpfgläser werden eingesetzt, um das Qi (die Lebensenergie) bei Verspannungen und Entzündungen der Muskeln, Sehnen und auch der Organe wieder in Bewegung zu bringen.

  • Moxibustion:

Bei der Moxibustion werden Akupunkturpunkte, Meridiane oder Körperareale mit erhitztem Beifußkraut behandelt werden. Moxibustion wird eingesetzt bei Erkrankungen, die mit einem Kältegefühl einhergehen, die sich taub oder kraftlos anfühlen. Eine Moxa-Stange oder Moxa-Kegel werden entzündet und geben viel Wärme ab, daher ist immer Achtung geboten, wenn sie verwandt werden.

  • Ohrakupunktur:

Verschiedenen Funktionsgruppen und jedem Organ des Körpers ist ein Punkt an der Oberfläche des Ohres zugeordnet. Außerdem gibt es viele sog. Meisterpunkte am Ohr. Bei der Erkrankung eines Organs verändert der entsprechende Punkt an der Ohrmuschel seine Eigenschaften. Durch Punktion dieser Punkte z.B. mit Dauernadeln können viele Erkrankungen mitbehandelt werden. Die Ohrakupunktur ist besonders bei Suchterkrankungen (z.B. Nikotin- und Esssucht) und bei schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates einsetzbar. Sie kann mit vielen anderen Therapieverfahren kombiniert werden.

  • Ernährung:

Unterstützend kann eine Ernährungsberatung sinnvoll sein, deren Grundsätze auch in der „5-Elemente-Küche“ zum Tragen kommen. Eine solche Ernährung bezieht sich auf die Qualität der einzelnen Lebensmittel in Bezug auf die „Yin” und „Yang” Energie sowie auf die Zuordnung zu den 5 Elementen Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall, die in individueller Kombination zu einer ausgewogenen Ernährung nach den Regeln der Chinesischen Medizin beitragen. Hierbei definieren u.a. auch Geschmack, Temperatur, Wirkrichtung, Zubereitungsart und Farbe die energetische Wirkung der jeweiligen Nahrungsmittel.

  • Chinesische Phytotherapie (Kräuterheilkunde):

Pflanzen oder tierische Produkte werden in Kombinationen aufbereitet und gehören in China zu den wichtigsten Säulen der Chinesischen Medizin. Entsprechend dem individuellen Energiemuster werden aus einzelnen Heilkräutern und Tierprodukten mit spezifischen energetischen Wirkungen individuelle Rezepturen hergestellt, die oftmals als Aufguss, Tee oder in gemahlener Form auch in Kapseln eingenommen werden.